Kautschukindustrie ernüchtert angesichts der Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen

Dienstag, 13. Februar 2018 | 2 Kommentare
 
WdK-Präsident Dr. Ralf Holschumacher appelliert an die Politik, sich der Bedeutung der Industrie bewusst zu werden und sich gerade im Umwelt-/Verbraucherschutz nicht eine weitere Legislaturperiode lang einem konstruktiven Dialog zu entziehen
WdK-Präsident Dr. Ralf Holschumacher appelliert an die Politik, sich der Bedeutung der Industrie bewusst zu werden und sich gerade im Umwelt-/Verbraucherschutz nicht eine weitere Legislaturperiode lang einem konstruktiven Dialog zu entziehen
Hatte sich der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V. (WdK) zuvor schon enttäuscht über das Scheitern der sogenannten Jamaika-Sondierungsgespräche gezeigt, so nehme man nun – sagt dessen Präsident Dr. Ralf Holschumacher – die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen in Berlin „mit großer Ernüchterung“ seitens der deutschen Kautschukindustrie zur Kenntnis. „Damit setzt sich fort, was wir schon in den Wahlprogrammen der alten und neuen Koalitionspartner feststellen mussten: Die deutsche Wirtschaft ist zwar Träger der aktuellen wirtschaftlichen Stabilität unseres Staates. Ihr Fortbestand und die Sicherung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit werden aber in den politischen Zielsetzungen der Koalitionäre quasi ausgeblendet“, ergänzt er mit Blick auf die vom WdK bereits im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 formulierten „Wahlprüfsteine“, mittels denen man auf den aus Verbandssicht bestehenden „umfangreichen politischen Handlungsbedarf“ hatte hinweisen wollen. Angehen sollte die neue Bundesregierung demnach Dinge wie die staatliche Überregulierung, die fehlende staatliche Bereitschaft zur Koordination der Regulierung bei überlebenswichtigen Infrastrukturen, standortgefährdende Belastungen aus der Energiewende und aus dem Kohlendioxidzertifikatehandel, die Abwälzung der Durchsetzung politisch international nicht realisierbarer Sozialstandards auf die Industrie, Angriffe auf die augenscheinlich vom WdK für dringend notwendig erachtete Flexibilität bei Zeitarbeitsverträgen sowie ungerechtfertigte Insolvenzanfechtungen oder einen anhaltenden Bürokratieaufbau. cm

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Kategorie: Markt

Kommentare (2)

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  1. Volkmar Schmid Jumbo Reifendienst sagt:

    An die Textschreiber der Reifenzeitung.
    Bei den z.T.fast unendlichen Satz-Baustein-Texten wird einem ja fast schwindlig beim lesen.
    Das geht auch kürzer und mit der gleichen Info.

    Mfg

    Volkmar Schmid

    Jumbo Reifendienst

    • Sehr geehrter Herr Schmid,

      Sie haben völlig recht – da gibt es keine zwei Meinungen. Wir sind uns unserer diesbezüglichen Schwäche durchaus bewusst. Zumal wir diese Kritik nicht zum ersten Mal hören und uns deswegen eigentlich ganz fest Besserung vorgenommen haben.

      Doch im manchmal hektischen Redaktionsalltag gehen dennoch mitunter die Pferde mit uns durch – leider immer noch öfter als seltener. Aber versprochen: Wir werden uns weiter bemühen, zukünftig mehr und mehr auf allzu lange Bandwurmsätze zu verzichten.

      Mit freundlichen Grüßen

      Christian Marx
      (Redaktion NEUE REIFENZEITUNG)

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