Kooperation von ThyssenKrupp und Maxion Wheels bei Leichtbaurädern

Freitag, 19. Juni 2015 | 0 Kommentare
 
Der weltgrößte Räderhersteller bringt seine enorme räderspezifische Kompetenz ein
Der weltgrößte Räderhersteller bringt seine enorme räderspezifische Kompetenz ein

ThyssenKrupp Carbon Components und Maxion Wheels haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Die beiden Unternehmen entwickeln und vermarkten gemeinsam Leichtbauräder, die aus Aluminium und CFK (kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe) bestehen. Die Partner wollen mit den Aluminium-/CFK-Rädern den Markt für Premium-Automobile beliefern. Die Zusammenarbeit vereint das Know-how von Maxion, dem größten Räderhersteller der Welt, mit der Expertise von ThyssenKrupp Carbon Components, einem Unternehmen für die Entwicklung von Leichtbau-Produkten aus CFK.

Im Vergleich zu geschmiedeten Aluminiumrädern sollen die neuen Aluminium-/CFK-Räder bis zu 40 Prozent Gewichtsersparnis und gleichzeitig anspruchsvolle Designs ermöglichen. Die Partner wollen eng mit Automobilherstellern zusammenarbeiten, um für die Kunden maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln.

Jens Werner, Mitglied der Geschäftsführung von ThyssenKrupp Carbon Components: „Mit den neuen Aluminium-/CFK-Rädern können Luxus- und Sportwagenhersteller sich durch Technologie und Design im Wettbewerb differenzieren. Die Kooperation mit Maxion ist ein wichtiger Meilenstein für uns. Sie zeigt, dass wir bereits einen hohen technologischen Reifegrad erreicht haben. Der nächste Schritt ist die Markteinführung.“

Prototypen für die neuen Aluminium-/CFK-Räder haben die beiden Unternehmen bereits ausführlich getestet. Basis für die Prototypenentwicklung waren die CFK-Flechttechnologie und die bisherigen Hybridräder-Entwicklungen von ThyssenKrupp Carbon Components. Außerdem arbeiten die Partner mit Volkswagen zusammen, um die Prototypen im Fahrbetrieb zu erproben. Straßentests hätten gezeigt, dass die Leistungsfähigkeit der neuen Räder besser als bei herkömmlichen, unter anderem in Bezug auf Dämpfung, Vibrationen und Fahrgeräusche, ist einer Presseinformation zu entnehmen.

Beide Unternehmen arbeiten gemeinsam an weiteren Verbesserungen. Maxion bringt in die Partnerschaft unter anderem seine Flüssigschmiede-Technologie ein. Sie biete, heißt es, vergleichbare Materialeigenschaften wie konventionell geschmiedete Räder zu geringeren Kosten. Die Designfreiheit sei genauso groß wie bei gegossenen Rädern.

„Die Aluminium-/CFK-Räder, die wir mit ThyssenKrupp Carbon Components entwickeln, zielen auf eine lukrative Nische im Leichtbau-Markt“, erklärt Kai Kronenberg, Vice President of Business Development & Global Innovation von Maxion Wheels. „Wir erweitern damit unsere Produktpalette und bauen unsere Führungsposition im Markt aus.“ dv

Der Großkonzern ThyssenKrupp kümmert sich intensiv um Materialien wie CFK

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Kategorie: Markt, Produkte

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