Reifentests: Habe „nie behauptet, der ADAC würde manipulieren“

Montag, 10. März 2014 | 1 Kommentar
 
 
 
Ein vom WDR-Magazin „Servicezeit“ Anfang Februar ausgestrahlter Fernsehbeitrag hat nicht nur das Vertrauen in den ADAC ganz allgemein, sondern vor allem auch das in die von dem deutschen Automobilklub gemeinsam mit anderen europäischen Partnerklubs und Verbraucherschutzorganisationen durchgeführten Reifentests erschüttert. Denn wohl bei den meisten Zuschauern der Sendung wird der Eindruck haften geblieben sein, dabei gehe irgendetwas nicht mit rechten Dingen zu. Die aus alldem resultierende Verunsicherung spiegelt sich nicht zuletzt in aktuellen Umfrageergebnissen wider: So hat eine Befragung von 1.000 Bundesbürgern durch die Unternehmensberatung Q_Perior unlängst ergeben, dass 72 Prozent generell kein Vertrauen mehr in den Klub haben, und das Zwischenergebnis einer entsprechenden Onlineumfrage der NEUE REIFENZEITUNG mit Stand Anfang März zeigt, dass immerhin 65 Prozent der Teilnehmer die ADAC-Reifentests nicht mehr für glaubwürdig halten – nur 28 Prozent glauben nach wie vor an sie, und sieben Prozent haben keine rechte Meinung dazu. Mit beigetragen zu dieser Situation hat Jan Hennen, ehemaliger Michelin-Pressesprecher und jetzt offizieller Europarepräsentant des chinesischen Reifenherstellers Hangzhou ZhongCe, der die für die Sendung verantwortlichen Redakteure als „Insider“ mit Informationen rund um das Testprozedere versorgt hat. Gleichwohl legt er gegenüber dieser Fachzeitschrift Wert auf die Feststellung, er habe „nie behauptet, der ADAC würde manipulieren“. Wie passt das zusammen? christian.marx@reifenpresse.de

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , ,

Kategorie: Markt, Produkte

Kommentare (1)

Trackback-URL | Kommentare als RSS Feed

  1. matzke willy sagt:

    Als Erfinder des Winterreifentests (erstmals 1967 durchgeführt, später vom ADAC übernommen) kann ich nur festhalten, dass ich die Test auf Firmengeländen wie sie der ADAC seit jeher auf dem Contidrom durchführt , für sehr problematisch halte.
    Es ist meiner Initiative zu verdanken, dass später wenigstens auch bei Bridgestone in Rom getestet wurde. Auch die Winterprüfungen werden heute in der Schweiz vom ADAC auf einem Gelände abgehalten, dass dominant von der Conti genutzt wird.
    Alles wäre leichter, wenn der ADAC auch bei Michelin testen würde, dann gäbe es aber andere Ergebnisse, weil die Nachteile bei Nässe für Michelin dort nicht auftreten ( habe das selbst festgestellt). Ich selbst kann auf Winterteststrecken auf privaten Strassen zurückgreifen, auf denen monatelang kein Sonnenlicht einfällt, prüfe aber für Clubs längst nicht mehr, weil ich die Verzerrungen nicht akzeptieren kann. Auch wenn es vielen nicht passt: Jan Hennen hat nicht unrecht, es weiss was Sache ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *