Künftig Winter- statt Ganzjahresreifen für schleswig-holsteinische Polizei

Freitag, 8. Januar 2010 | 0 Kommentare
 

Die Funkstreifenwagen und eine Reihe von zivilen Einsatzfahrzeugen der Landespolizei werden in Schleswig-Holstein voraussichtlich Ende dieses Jahres mit Winterreifen unterwegs sein. Die Ganzjahresreifen, mit denen bislang noch die meisten Streifenwagen fahren, werden – so eine Entscheidung von Innenminister Klaus Schlie – “nur noch außerhalb der Wintersaison aufgezogen”. Begründet wird das Umdenken in dem norddeutschen Bundesland mit der “Fürsorgepflicht für die Beamtinnen und Beamten im Auto” sowie damit, dass man eine bestmögliche Einsatzfähigkeit erreichen wolle.

Schlie wies in diesem Zusammenhang jedoch darauf hin, dass die Ganzjahresreifen für den Winter nicht untauglich seien. Die Polizei sei mit ihnen immerhin seit über 20 Jahren insgesamt gut gefahren. Auch andere Länder wie Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern schickten ihre Funkstreifenwagen mit Ganzjahresreifen auf die Straßen.

“Winterreifen sind allerdings unbestritten die sichere Alternative”, sagt Schlie. Er habe auf die ersten Klagen von Polizeibeamten und der Gewerkschaft der Polizei über zunehmende Probleme in diesem Winter insbesondere auf dem flachen Land “sofort reagiert”, zumal ihn das Ergebnis von Gesprächen mit Fachleuten ihn seiner Überzeugung bestärkt habe, dass bei starkem Schnee und widrigen Straßenzuständen der Ganzjahresreifen nicht ausreiche. Die notwendige Ausschreibung für das neue Winterprofil soll sich als Folge dessen im Innenministerium bereits in Vorbereitung befinden.

Die Kosten für die Erstausstattung von rund 1.000 Einsatzfahrzeugen mit vier Winterreifen auf Felge schlagen demnach voraussichtlich mit rund 650.000 Euro zu Buche.

Außerdem wird veranschlagt, dass dazu in jedem Jahr noch einmal rund 100.000 Euro für die Einlagerung und die erforderlichen Reifenwechsel hinzukommen. Das Geld will man durch Einsparungen und Umschichtungen im Haushalt des Innenministeriums erwirtschaften.

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Kategorie: Markt, Produkte

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