„Glaubwürdigkeit verspielt“ – Gewerkschaft droht Continental

Donnerstag, 24. November 2005 | 0 Kommentare
 

Nach den Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat Werner Bischoff, Vorstandsmitglied der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE), im Rahmen der gestrigen Betriebsversammlung den Conti-Vorstandschef Manfred Wennemer zur Rücknahme der Entscheidung zur Stilllegung der Pkw-Reifenproduktion im Werk Hannover-Stöcken aufgefordert. Andernfalls werde die Gewerkschaft keinen tariflichen Öffnungsklauseln bei dem Unternehmen mehr zustimmen. „Die Entscheidung ist falsch, sie muss zurückgenommen werden“, zitiert Die Welt Aussagen Bischoffs, der zugleich stellvertretender Aufsichtsratschef bei Conti ist.

Er habe angekündigt, das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Aufsichtsratssitzung am 16. Dezember zu bringen, und außerdem seiner Sorge Ausdruck verliehen, dass letztlich jede der rund 3.700 Stellen in Hannover-Stöcken in Gefahr sei.

Wie es in dem Bericht weiter heißt, hat der Conti-Vorstand nach Meinung des Vizebetriebsratschefs des Werkes Stöcken, Michael Deister, mit seiner jüngsten Entscheidung seine „Glaubwürdigkeit verspielt“. Und nachdem Gewerkschaftsangaben zufolge bereits am Mittwoch mehr als 3.000 Conti-Beschäftigte gegen die Einstellung der Pkw-Reifenfertigung in Stöcken demonstriert haben, hat Deister noch weitere Proteste ankündigte.

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Kategorie: Allgemein

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