Wird Russland auf Europa aufschließen?

Donnerstag, 9. Dezember 2004 | 0 Kommentare
 
Wird Russland auf Europa aufschließen?
Wird Russland auf Europa aufschließen?

Wenn wir heute einen Blick auf Russland und den russischen Reifenmarkt werfen, dann fallen insbesondere zwei Dinge auf. Als erstes die fehlende Präsenz westlicher Hersteller mit eigenen Produktionskapazitäten. Michelin betreibt zwar seit diesem Jahr ein Werk in der Nähe von Moskau, und Nokian aus Finnland hat in diesem Jahr mit der Errichtung einer eigenen Fabrik begonnen.

Aber ansonsten scheinen die internationalen Konzerne erst jetzt Russland in ihr Kalkül einzubeziehen. Als zweites fällt die eigentümliche Struktur der heimischen Industrie auf. Neben den drei großen russischen Unternehmenskonglomeraten Sibur, Amtel und Tatneft gibt es nur wenig Aufsehen erregendes auf dem von der Fläche her größten Markt der Welt zu entdecken.

Dafür sind diese drei Konzerne die mit Abstand bedeutendsten Spieler in Russland. Es drängt sich beinahe der Eindruck auf, dass Russland ein Spiegelbild des Weltmarktes ist, gekennzeichnet durch drei dominante aber eigenständige Spieler. Beides lässt sich auf eine einzige Ursache zurückführen: den Zusammenbruch der ehemaligen Sowjetunion und in seiner Folge die Zeit wirtschaftlicher und politischer Instabilität.

Bereits zu Zeiten der Kommandowirtschaft unter den Sowjets wurde die Struktur der russischen Reifenindustrie auf Größe und Planerfüllung getrimmt, es gab insgesamt 18 Fabriken in der ehemaligen Sowjetunion, in der zur Wendezeit knapp 300 Millionen Menschen lebten. Nach dem Zerfall der Staates Anfang der 1990er Jahre musste man die Wirtschaft zunächst mit dem Wort „Niedergang“ beschreiben, danach kam die Zeit der Konsolidierung. Erst in jüngster Vergangenheit schwenkt das Pendel der Konjunktur um auf Wachstum – der russische Markt wird zusehends interessanter für westliche Autobauer und Reifenhersteller.

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Kategorie: Allgemein

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