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Brasilien belegt US-Reifenimporte mit doppeltem Einfuhrzoll

11.03.2010

Während sich im Streit um vermeintlich branchenschädliche Pkw-Reifenimporte aus China die USA in der Opferrolle sehen, ist dies zwischen Brasilien und den USA um „illegale Subventionen für US-Baumwollbauern“ genau andersherum. Das südamerikanische Schwellenland legt nun seinerseits eine Reihe von Strafzöllen auf, die neben Autos, Baumwolle und Baumwollprodukten eben auch Reifen betrifft. Die Einfuhr von in den USA gefertigten Reifen wird Brasilien demnach nicht mehr mit 16 sondern künftig mit 32 Prozent Einfuhrzoll belegen. Insgesamt sind rund 100 Produkte betroffen, was – sollte sich keine Einigung in letzter Minute ergeben – zu Mehreinnahme in Höhe von 830 Millionen Dollar führen werde. Vor zwei Jahren hatte übrigens bereits die Welthandelsorganisation WTO die US-Subvention als „diskriminierend“.

 


Frage des Monats

Mancher Reifenhersteller hat bestimmte Großhändler bei der Winterreifenbevorratung bevorzugt, sodass einige frühzeitig so gut wie „ausverkauft“ waren, andere aber noch liefern konnten.

Ist das der Anfang einer Konsolidierungsrunde im deutschen Reifengroßhandel?




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