Lkw-Reifenstapel richtig handeln mit neuer Budde-Systems-Reifenkippstation

Mittwoch, 31. Mai 2017 | 0 Kommentare
 
Nach dem Kippen der Reifenstapel um 90 Grad mit der neuen Budde-Systems-Reifenkippstation können die Reifen einzeln aus dem Gerät herausgerollt werden
Nach dem Kippen der Reifenstapel um 90 Grad mit der neuen Budde-Systems-Reifenkippstation können die Reifen einzeln aus dem Gerät herausgerollt werden

Richtiges Reifenhandling ist ein Prozessbeschleuniger, dessen positive Auswirkungen auf die Effizienz der Abläufe in Lager und Produktion nicht überbewertet werden können. Ein Unternehmen, das sich auf diesem Gebiet spezialisiert hat, ist die in Schloß Holte bei Gütersloh ansässige Budde Systems GmbH. Überall dort, wo Produkte produziert, transportiert, verpackt, gedreht, dosiert, gestapelt oder sortiert werden, sind die Lösungen des mittelständischen Familienunternehmens im Einsatz, und zwar schwerpunktmäßig in der Reifenbranche. Dies gilt sowohl für Felgen wie auch für Reifen. Nun hat Budde Systems eine neue Reifenkippstation vorgestellt. Damit können Stapel von acht bis zu zehn Lkw-Reifen bewegt und vereinzelt werden, was etwa die Abläufe beim Karkassenhandling in der Reifenrunderneuerung vereinfacht.

Werden die Reifen bzw. Karkassen ohne eine entsprechende Kippstation vereinzelt, bedeutet das einen nicht gerade geringen Aufwand für Mensch und Maschine. Dabei werden die Lkw-Reifen in Türmen von maximal zehn Stück im Runderneuerungswerk angeliefert und mit einem Gabelstapler entladen. Bevor die Reifen dann zum ersten Bearbeitungsplatz – der Eingangskontrolle – gebracht werden, wird die Stapelhöhe auf maximal vier Reifen reduziert. „Nur so ist es den Werkern möglich, die Reifen nacheinander händisch abzunehmen bzw. händisch zu vereinzeln“, sagt Maximilian Budde im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG. „Dazu müssen sie die einzelnen Reifen anheben und nach vorne ziehen. Neben dem Zeitaufwand für den Staplerfahrer und den Mitarbeiter am Bearbeitungsplatz ist auch das schwere Heben der Karkassen ein großes Problem. Auch birgt dies eine hohe Unfall- bzw. Verletzungsgefahr“, so der Budde-Systems-Geschäftsführer weiter.

Mit der neuen Reifenkippstation von Budde Systems können mehrere Reifenstapel nacheinander aufgesetzt und damit für einen ununterbrochenen Produktionsprozess in der Runderneuerung bereitgestellt werden

Mit der neuen Reifenkippstation von Budde Systems können mehrere Reifenstapel nacheinander aufgesetzt und damit für einen ununterbrochenen Produktionsprozess in der Runderneuerung bereitgestellt werden

Um die Arbeitsabläufe zu optimieren und das schwere Heben von Reifen zu vermeiden, hat das Unternehmen aus Ostwestfalen eine entsprechende Reifenkippstation entwickelt und gebaut. Die erste dieser Reifenkippstationen befindet sich bereits in einem großen deutschen Runderneuerungs- und Recyclingwerk im Einsatz. „Mittels Gabelstapler, ausgerüstet mit Klemmbacken, wird der Stapel von bis zu zehn Reifen auf einen Rollenförderer aufgesetzt. Es können mehrere Reifenstapel nacheinander aufgesetzt werden, wenn man entsprechende Rollenförderer aneinanderkettet. Die Reifenstapel fahren nach Freigabe immer bis zum Ende der Rollenbahn bzw. direkt hinter den letzten aufgegebenen Reifenstapel. Zum Schluss fährt jeder Reifenstapel auf die Rollenbahn, von der aus jeder Stapel gekippt wird. Alle anderen Reifenstapel fahren jeweils einen Platz weiter und schließen die frei gewordene Lücke auf“, erklärt der Geschäftsführer. Weiter: „Die Kippung erfolgt automatisch, wobei Sicherheitsgitter und Lichtschranken aktiv werden, die den unbefugten Zutritt in den Kippbereich überwachen. Vor Kippung wird der Stapel von oben mit einem Bügel gesichert, sodass er bei der Kippung nicht auseinanderfächern kann. Nach erfolgtem Kippvorgang um 90 Grad – dieser dauert deutlich unter 40 Sekunden – fahren die Fixierbügel wieder in die Grundstellung und die Reifen stehen zur manuellen Entnahme bereit. Die Reifen können jetzt einzeln aus dem Gerät herausgerollt werden.“

Die verschiedenen Teile der Reifenkippstation, etwa die Mulde, in der die Reifen nach dem Kippvorgang liegen, oder die Ausrollhöhen für die Reifen seien ergonomisch so durchdacht, dass die Reifen leicht aus dem Gerät herausgerollt werden können, verspricht der Hersteller. „Nach Entnahme des letzten Reifens drückt der Mitarbeiter einen Quittierungsschalter, der Kipparm fährt in die Grundposition zurück und der Vorgang wiederholt sich mit dem nächsten Reifenstapel.“

Diese Kippvorrichtung wurde für Reifen von 1.100 bis 1.400 Millimeter Außendurchmesser konzipiert; die maximale Stapelhöhe der Reifenkippstation liegt bei 2.800 Millimeter. Das Gewicht der einzelnen Karkasse liegt bei rund 50 Kilogramm, woraus sich ein Stapelgewicht von rund 500 Kilogramm ergibt. Budde Systems zufolge könne die Kippvorrichtung auch mit leichten Modifikationen für andere Reifengrößen gebaut werden, „allerdings müssen immer sortenreine Stapel in einer Kippung gedreht werden“, unterstreicht der Geschäftsführer. Unterschiedliche Stapel hintereinander zu verarbeiten stelle hingegen kein Problem dar. „Dies war ausdrücklicher Wunsch des Kunden“, so Maximilian Budde weiter. arno.borchers@reifenpresse.de

 

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Kategorie: Markt

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