China-Importe: Neue EU-Verordnung zum Schutz gegen gedumpte/subventionierte Einfuhren

Montag, 14. November 2016 | 0 Kommentare
 
Die europäische Runderneuerung leidet sehr unter den seit fünf Jahren stetig zunehmenden Neureifenimporten, gerade aus China, nun hoffen die Verbände, eine neue EU-Verordnung könnte Linderung bzw. Abhilfe schaffen
Die europäische Runderneuerung leidet sehr unter den seit fünf Jahren stetig zunehmenden Neureifenimporten, gerade aus China, nun hoffen die Verbände, eine neue EU-Verordnung könnte Linderung bzw. Abhilfe schaffen

In den vergangenen fünf Jahren haben die Lkw-Reifenimporte nach Europa dermaßen zugenommen, dass sie für viele der hiesigen Marktteilnehmer immer bedrohlichere Ausmaße annehmen; dies trifft bekanntlich insbesondere auf die europäische Runderneuerungsbranche zu. Eine weitreichende Analyse dieser Entwicklungen finden Sie hier unter dem Titel „Europäischer Runderneuerungsmarkt: Ist der Strukturwandel in vollem Gange?“ Eine der Maßnahmen, für die sich gerade auch die hiesigen Verbände stark machen, darunter vor allem der deutsche BRV und der europäische Runderneuerungsverband Bipaver, sind Straf- und Anti-Dumping-Zölle gegen Importe aus China – mittlerweile mit Abstand das wichtigste Herkunftslands von Lkw-Reifenimporten –, wie sie auch in anderen Ländern mittlerweile üblich sind, etwa in den Vereinigten Staaten. Hatte man bisher im freihandelsliebenden Europa zwar wenig Chancen auf entsprechende Zölle gesehen, keimt bei den Verbänden nun neue Hoffnung auf. Der Grund dafür ist eine neue Verordnung, die die Europäische Kommission vergangene Woche dem Europäischen Parlament und dem Rat zur Verabschiedung vorschlug und die den „Schutz gegen gedumpte Einfuhren“ sowie den „Schutz gegen subventionierte Einfuhren“ aus nicht zur Europäischen Union gehörenden Ländern“ zum Ziel haben soll. In dem Verordnungsentwurf geht es vornehmlich um eine neue Berechnungsmethode, mit der künftig Dumping aus Ländern festgestellt werden soll, in denen eine „erhebliche Marktstörung“ vorherrsche bzw. in denen der Staat „einen allgegenwärtigen Einfluss auf die Wirtschaft“ habe, und zwar unabhängig von einer etwaigen Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation (WHO). Die Verbände könnten zwar noch nicht genau sagen, ob und inwiefern von der geplanten Neuregelung auch die Reifenbranche betroffen sein würde, so der BRV auf Nachfrage der NEUE REIFENZEITUNG. Man wolle allerdings auf Ebene des europäischen Runderneuerungsverbands Bipaver die eigenen Aktivitäten in Richtung Anti-Dumping gegenüber chinesischen Lkw-Reifen nun „auf dieser Grundlage forcieren“, betonte BRV-Geschäftsführer Hans-Jürgen Drechsler. ab

 

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Kategorie: Markt, Runderneuerung

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