Held der Straße im Juni rettet Verunglückte aus Wassergraben

Dienstag, 14. Juni 2016 | 0 Kommentare
 
Hat bei der Rettung selbst Schnittwunden davongetragen: Tobias Witte
Hat bei der Rettung selbst Schnittwunden davongetragen: Tobias Witte

Eigentlich wollte Tobias Witte am 15. April 2016 nach seinem Dienstschluss nur zügig nach Hause. Doch sein Plan ging an diesem Tag nicht auf. Der 43-Jährige bemerkte in Kirchwerder einen Unfall, bei dem ein Kleinwagen kopfüber in einem wassergefüllten Graben gelandet war. Witte zögerte keine Sekunde, um die beiden jungen Verunfallten zu befreien. Für sein engagiertes Handeln haben Goodyear und der Automobilclub von Deutschland (AvD) Tobias Witte aus Hamburg deshalb zum „Held der Straße“ des Monats Juni gekürt.

Es war gegen 19.15 Uhr, als der gelernte Notfallsanitäter nach einer Zwölfstundenschicht mit seinem Auto auf dem Heimweg war. „Ich nahm plötzlich weißen Rauch aus dem linken Straßengraben wahr. Die Szene wirkte erst ganz unscheinbar, doch dann sah ich das verunglückte Auto kopfüber im Wassergraben liegen. Damit hatte ich in diesem Augenblick überhaupt nicht gerechnet, aber ich wusste, dass ich sofort reagieren muss“, schildert der Ersthelfer die Situation.

Darauf stellte er sein Auto ab und hielt einen weiteren Verkehrsteilnehmer an, damit dieser die Rettungskräfte informiert. Tobias Witte selbst eilte anschließend sofort in den Graben zum verunglückten Auto. Vor Ort realisierte er, dass sich zwei unter Schock stehende junge Männer im Auto befanden. Da sich die Türen weder von innen noch von außen öffnen ließen, schlug der Ersthelfer die Rückscheibe mit einem Stein ein und riss die Hutklappe ab. Die eingeschlossenen Personen klagten in dieser Zeit, dass es kein Licht mehr im Innenraum gab. „In diesem Moment realisierte ich, dass das Auto weiter absank und ich mich beeilen musste“, erzählt der Retter weiter. Da der Spalt allerdings noch zu klein war, um die beiden Verunglückten zu befreien, gab es nun nur noch die Möglichkeit, den Kofferraum zu öffnen. Dazu brauchte das Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr den Autoschlüssel. „Mit viel Mühe konnte einer der Jungs an den Schlüssel gelangen und mir diesen reichen. Das war aber gar nicht so einfach, denn wäre er runtergefallen, hätten wir ihn wahrscheinlich nicht mehr gefunden.“

Anschließend öffnete der Helfer die Heckklappe und konnte über diesen Weg die Verunfallten befreien. Dabei verletzte er sich selbst. „Ich stand unter Adrenalin, und deshalb nahm ich die Schnittwunden an meinen Armen gar nicht richtig wahr“, erklärt Tobias Witte. Nur kurze Zeit später trafen die Rettungskräfte ein und versorgten die jungen Männer weiter. Witte konnte mit seinem Einsatz vermutlich Schlimmeres verhindern. Trotzdem bleibt der Hamburger bescheiden: „Viele hätten in dieser Situation genauso reagiert wie ich, aber es ist wichtig, die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, dass in Notfällen manchmal Sekunden zählen und man da einfach zügig helfen muss.“

Für sein Engagement wurde er nun zum „Held der Straße“ des Monats Juni gekürt. Neben der Auszeichnung erhielt Tobias Witte vom Automobilpartner Hyundai vier Eintrittskarten für das Legoland, ein Erste-Hilfe-Set von Goodyear und eine kostenlose Mitgliedschaft im AvD für ein Jahr. Die Preise wurden im Hyundai-Autohaus Claas Wehner GmbH in Hamburg übergeben.

Goodyear und der AvD suchen Monat für Monat mutige und selbstlose Heldinnen und Helden wie Tobias Witte. Auf den aus allen Helden des Monats gewählten „Held der Straße“ des Jahres 2016 wartet ein neuer i30 des Automobilpartners Hyundai. Unterstützt wird die Aktion unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministers Alexander Dobrindt von den beiden Zeitschriften „Auto Test“ und „Trucker“.

Damit ein selbstloser Einsatz nicht unentdeckt bleibt, sind alle angesprochen, einen möglichen „Held der Straße“ vorzuschlagen. Dies kann über die Nominierungsseite der Kampagnenseite www.held-der-strasse.de oder per Fax unter 06181-68-2252 erfolgen. dv

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Kategorie: Markt

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