Cleveres Reifenmanagement bei der Rallye Portugal gefragt

Donnerstag, 19. Mai 2016 | 0 Kommentare
 
Michelin ist in der WRC reifenseitig das Maß der Dinge
Michelin ist in der WRC reifenseitig das Maß der Dinge

Nach den beiden WM-Läufen in Mexiko und Argentinien eröffnet die Rallye-Weltmeisterschaft ab heute mit der Rallye Portugal auch auf dem hiesigen Kontinent die Schottersaison. Als Partner der Werksteams von Citroën, Hyundai und Volkswagen sowie als Ausrüster der Fiesta RS WRC von M-Sport schickt Michelin erneut den Schotterspezialisten LTX Force ins Rennen – trotz unerwartet hoher Temperaturen hatte sich im Vorjahr selbst die weichere S4-Mischung hervorragend geschlagen.

„Die Schotterprüfungen im Norden Portugals zeichnen sich durch eine rolligere und weniger aggressive Oberfläche aus als jene im Süden, die Pneus mit besonders robusten Mischungen verlangten“, erläutert Jacques Morelli, Leiter des Rallye-WM-Programms von Michelin. „Auch weiterhin kommt es für Fahrer und Teams auf eine clevere Reifenstrategie an.“

Wie im Vorjahr stellt Michelin seinen Partnern in der Topklasse WRC (World Rally Cars) den Schotterspezialisten LTX Force in den Ausführung S4 und H4 zur Verfügung. Beide Pneus besitzen ein laufrichtungsgebundenes, asymmetrisches Profil. Dabei zeichnet sich der S4 durch eine weichere Laufflächenmischung aus und eignet sich speziell für nasse oder feuchte Untergründe und Temperaturen unterhalb 15 Grad Celsius, da er schneller warm wird. Der härtere H4 wiederum ist der Reifen fürs Grobe, der rauen Oberflächen ebenso standhält wie sommerlichen Bedingungen oberhalb von 15 Grad – in Portugal kann es zu dieser Jahreszeit bereits sehr heiß werden, aber auch kalt vom Atlantik herüberpfeifen und aus Eimern schütten.

Damit der LTX Force seine Stärken optimal ausspielen kann, ist also eine kluge Reifenwahl gefragt. Insgesamt darf jede Crew für ihren rund 300 PS starken Turbo-Allradler im Laufe der Rallye Portugal auf 24 Pneus zugreifen. Das jeweilige Kontingent umfasst 40 Reifen, davon aber nur 16 der härteren H4-Ausführung. Dies bedeutet: Der Einsatz der S4-Mischung bleibt selbst unter ungünstigen Voraussetzungen Pflicht – nur wann und wo beziehungsweise in welcher Kombination? Das ist in den kommenden Tagen die Preisfrage im Servicepark.

Morelli sieht dieser Herausforderung gelassen entgegen. Bereits im Vorjahr hat der Reifenspezialist die Konkurrenzfähigkeit der LTX Force S4 unter außergewöhnlichen Bedingungen erlebt. „Gegen unseren Rat haben einige Teams die weichere Mischung noch bei Temperaturen von 35 Grad eingesetzt“, so der Franzose. „Trotzdem ist der Pneu nicht an seine Verschleißgrenze geraten oder durch Schäden aufgefallen. Dies ist exakt, was wir unter dem Begriff Michelin Total Performance verstehen: maximale Leistungsfähigkeit im Einklang mit hoher Widerstandsfähigkeit bei extremer Beanspruchung.“ dv

Schlagwörter: , , ,

Kategorie: Motorsport

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *