Von wegen 1,6 oder vier Millimeter Profil: Totalschaden wegen „Winterslicks“

Montag, 30. November 2015 | 0 Kommentare
 
Dass mit solchen „Winterslicks“ bei Nässe oder gar tatsächlich schneebedeckter Fahrbahnen im Fall des Falles kein Halten mehr ist, sollte eigentlich jedem Autofahrer klar sein
Dass mit solchen „Winterslicks“ bei Nässe oder gar tatsächlich schneebedeckter Fahrbahnen im Fall des Falles kein Halten mehr ist, sollte eigentlich jedem Autofahrer klar sein

Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von Reifen liegt hierzulande bekanntlich bei 1,6 Millimetern. Gleichwohl setzen sich zumindest Teile der Branche für wenigstens vier Millimeter bei Winterreifen ein. Und das nicht ohne Grund, weil ab dieser Grenze die Beweglichkeit der Profilblöcke stark abnimmt und sich die im Profil vorhandenen Lamellen daher nicht mehr genügend Griffkanten ausbilden können und sich der Reifen insofern entsprechend weniger stark in den Schnee „krallt“. Alle dies wusste eine 47-jährige Autofahrerin aber offenbar nicht, als sie Ende November bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen die Landesstraße 394 von Sippersfeld (rund 25 Kilometer nordöstlich von Kaiserslautern) in Richtung Neuhemsbach befuhr. Denn sie war nach Aussagen der Polizei zwar mit Winterreifen unterwegs, doch waren die eben ziemlich abgefahren. Und so kam es, wie es kommen musste: Infolge der abgefahrenen Winterreifen in Kombination mit schneebedeckter Fahrbahn und nicht angepasster Geschwindigkeit kam die Fahrerin mit ihrem Wagen von der Fahrbahn ab, überschlug sich und landete im Straßengraben. Sie musste leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht werden, und am Auto entstand demnach wirtschaftlicher Totalschaden. „Bei der Unfallaufnahme wurde festgestellt, dass die Winterreifen weniger als 1,6 Millimeter Profiltiefe hatten und teilweise ‚glatt’ gefahren waren“, stellen die Beamten nüchtern fest. Man kann zwar durchaus darüber streiten, ob für Winterreifen 1,6 Millimeter Restprofil ausreichen oder ob man mit der allgemeinen Viermillimeterempfehlung der Reifenbranche nicht doch sicherer fährt. Dass gar kein Profil jedoch definitiv die falsche Option ist, sollte aber jeder Autofahrer eigentlich wissen. christian.marx@reifenpresse.de

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Kategorie: Markt, Produkte

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