Weitere Zuliefererfusion: Getrag geht an Magna International

Donnerstag, 16. Juli 2015 | 0 Kommentare
 
Der deutsche Getriebehersteller Getrag (Foto: die Zentrale im schwäbischen Untergruppenbach) wird von Magna International verkauft
Der deutsche Getriebehersteller Getrag (Foto: die Zentrale im schwäbischen Untergruppenbach) wird von Magna International verkauft

Die Fusionen unter den internationalen Automobilzulieferern gehen weiter. Nun will der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna International (Aurora, Ontario/Kanada) den schwäbischen Getriebehersteller Getrag (Untergruppenbach bei Heilbronn) übernehmen, wie mehrere Medien dazu heute unter Berufung auf „Kreise“ berichten. Zwischenzeitig hat Magna International den Abschluss eines entsprechenden Abkommens bestätigt. Der Kaufpreis soll „rund 1,75 Milliarden Euro“ betragen, wie Magna International dazu schreibt. Folglich habe das schwäbische Familienunternehmen einen Wert von insgesamt 2,45 Milliarden Euro abzüglich von 700 Millionen Euro an Krediten und Pensionsverpflichtungen (Schuldenübernahme).

Das Familienunternehmen aus Untergruppenbach bei Heilbronn habe schon seit Längerem einen potenten Partner aus der Branche gesucht, schreibt dazu das Handelsblatt, die Gründerfamilie Hagenmeyer wollte aber lange Zeit nur einen Minderheitsanteil verkaufen.

Magna International zählt neben Bosch und Continental zu den größten Automobilzulieferern der Welt und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz in Höhe von 36 Milliarden Dollar. Die Getrag-Gruppe wiederum erzielte 2014 einen Umsatz von 3,26 Milliarden Euro, wobei 1,7 Milliarden der Getrag Getriebe- und Zahnradfabrik Hermann Hagenmeyer GmbH & Cie KG zuzurechnen sind; der Rest stammt aus Joint Ventures. Erst jüngst hatte Continental das US-amerikanische Kautschukunternehmen Veyance Technologies und ZF Friedrichshafen den US-Zulieferer TRW Automotive Holdings übernommen; außerdem hatte Bosch ZF Lenksysteme nach vorheriger Beteiligung komplett übernommenab

 

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Kategorie: Markt

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