Point-S-Betriebsversammlung: Mitarbeiter wählen Wahlvorstand mit Zweidrittelmehrheit

Die point-S-Mitarbeiter, die einen Betriebsrat gründen wollen, haben gestern die erste Hürde des Gründungsverfahrens genommen. Im Rahmen einer Betriebsversammlung in Ober-Ramstadt haben sich zwei Drittel der Anwesenden für die Gründung ausgesprochen und entsprechend einen Wahlvorstand aus drei Kollegen bestimmt, die sich nun um das weitere Prozedere der Betriebsratsgründung kümmern sollen.

Wie die Zentrale der Kooperation gegenüber der NEUE REIFENZEITUNG bestätigt, waren gestern 55 der derzeit 68 Beschäftigten bei der Versammlung zugegen; auch Geschäftsführer Rolf Körbler wohnte der Versammlung nach Zustimmung der Wahlinitiatoren bei, obwohl Geschäftsführer, Vorstände, leitende Angestellte, etc. nicht mitwählen dürfen. Während sich 37 Mitarbeiter für die Gründung eines Betriebsrates aussprachen, gaben 18 Mitarbeiter ungültige oder keine Stimmen ab. Das Gesetzt sieht lediglich eine einfache Mehrheit der Anwesenden als Bedingung für eine erfolgreiche Wahl vor. Ein Verdi-Vertreter hatte die Versammlung begleitet und ging mit Informationen zum Prozedere zur Hand.

Vor dem Wahlgang hatten die Mitarbeiter über die Gründung eines Betriebsrates sachlich diskutiert, wobei sich offenbar keine klare Mehrheitsmeinung zeigte, wie es dazu aus der Zentrale heißt. Folglich fiel auch das Wahlergebnis vergleichsweise knapp aus. Nun müssen die drei gewählten Wahlvorstände – zwei aus dem Innendienst der Kooperation und einer aus dem Außendienst, der seinerseits Mitinitiator der Wahlen ist – binnen 14 Tagen einen Aufruf an alle Mitarbeiter starten, Vorschläge für mögliche Mitglieder im Betriebsrat einzureichen, um dann später einen Wahltag festzulegen. ab

 

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