TRW Automotive gehört jetzt zu ZF

Freitag, 15. Mai 2015 | 0 Kommentare
 
John C. Plant, Präsident und CEO von TRW (links), und der ZF-Vorstandsvorsitzende Stefan Sommer wollen „das Beste aus beiden Welten“ von ZF und TRW kombinieren
John C. Plant, Präsident und CEO von TRW (links), und der ZF-Vorstandsvorsitzende Stefan Sommer wollen „das Beste aus beiden Welten“ von ZF und TRW kombinieren

Die ZF Friedrichshafen AG, ein weltweit führender Technologiekonzern in der Antriebs- und Fahrwerktechnik, und die TRW Automotive Holdings Corp. haben den erfolgreichen Abschluss der Übernahmetransaktion von TRW durch ZF bekanntgegeben. TRW wird als neue Division unter der Bezeichnung Aktive & Passive Sicherheitstechnik in den ZF-Konzern eingegliedert. Das vereinte Unternehmen firmiert unter dem Namen ZF Friedrichshafen AG.

„Mit dem heutigen Tag bringen wir die Stärken von ZF und TRW zu einem weltweit führenden Systemanbieter im Automobilsektor zusammen“, sagt der ZF-Vorstandsvorsitzende Stefan Sommer. „Wir freuen uns alle sehr auf unsere Pläne für die Zukunft. Der Zusammenschluss erlaubt es uns, strategische Chancen besser zu nutzen und sowohl kurz- als auch langfristig dauerhaften Mehrwert für unsere Kunden und Mitarbeiter zu schaffen.“

„Das vereinte Unternehmen ist ein Kraftpaket in den Bereichen automobile Technologie, Fahrerassistenz- und Insassenschutzsysteme, Antriebsstrang und Getriebe sowie Brems- und Lenksysteme“, kommentiert John C. Plant, Präsident und CEO von TRW. „Diese einzigartige Kombination modernster Technologien geht umfassend auf die wachsenden branchenweiten Trends zu mehr Sicherheit, Kraftstoffeffizienz und autonomem Fahren ein.“

Abschluss der Transaktion wie geplant

ZF hatte am 15. September 2014 mit TRW eine bindende Vereinbarung zur Übernahme von TRW unterzeichnet. Dieser Vertrag unterlag einer Reihe von Vollzugsbedingungen, die nun alle erfüllt sind, einschließlich der Zustimmung der TRW-Aktionäre und kartellrechtlicher Genehmigungen in verschiedenen Ländern und Regionen, darunter in den USA, China und der EU.

Mit dem Closing beginnt die Integration von TRW, für die drei bis fünf Jahre angesetzt ist. Der Prozess soll in jenen Bereichen beginnen, in denen die Kunden zuerst von gebündelten Aktivitäten profitieren; dies umfasst die Entwicklung neuer Produkte, die Materialwirtschaft, den Vertrieb und den Aftermarket. „Wir wollen das Beste aus beiden Welten zusammenführen“, sagt Sommer.

Globaler Player

„Das vereinte Unternehmen zählt mit einem Pro-forma-Gesamtumsatz von mehr als 30 Milliarden Euro und über 130.000 Mitarbeitern zu den Top Drei der weltweit führenden Automobilzulieferer“, so Sommer weiter. „Im Verbund mit TRW wird ZF noch besser positioniert sein, um von großen Branchentrends zu profitieren, indem es auf die Stärken beider Unternehmen baut, sich weiterhin auf aktuelle und zukünftige geschäftliche Anforderungen konzentriert und den Übergang mit einem Fokus auf Wertschöpfung gestaltet.“

Plant ergänzt: „Diese Transaktion bietet erhebliche Vorteile für unsere Anteilseigner, Mitarbeiter, Kunden und die Öffentlichkeit an unseren Standorten. Sie alle werden davon profitieren, Teil einer großen, noch stärker diversifizierten globalen Organisation zu sein, die daran arbeitet, Lösungen für die Mobilität und Sicherheit der nächsten Generation zu entwickeln.“

TRW-Aktien von der Börse genommen

Gemäß den Bestimmungen des Fusionsvertrags ist TRW mit Vollzug der Übernahme eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von ZF geworden. Jede ausstehende Aktie des TRW-Stammkapitals wurde in das Recht umgewandelt, einen Betrag in Höhe von 105,60 US-Dollar in bar zu erhalten. Infolge des Abschlusses der Übernahme wurde der Handel mit TRW-Aktien an der New York Stock Exchange eingestellt, die Aktie von der Börse genommen.

Die ZF Friedrichshafen AG ZF ist nun an rund 230 Standorten in rund 40 Ländern vertreten. Im Jahr 2014 haben die beiden damals noch selbstständigen Unternehmen mit 134.000 Mitarbeitern einen Umsatz von über 30 Milliarden Euro erzielt. Um mit innovativen Produkten erfolgreich zu sein, haben sie – wie auch in den Vorjahren – rund fünf Prozent des Umsatzes (zuletzt 1,6 Milliarden Euro) in Forschung und Entwicklung investiert. dv

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Kategorie: Markt

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