Studie: Autohandel der Zukunft kommt nicht ohne Internet aus

Montag, 11. Mai 2015 | 0 Kommentare
 
54 Prozent der Deutschen schätzt die persönliche Beratung im Autohaus, während 48 Prozent auch der Ansicht sind, „dass Autohäuser künftig ergänzend stärker interaktive Informationsmedien im Web anbieten“ sollten, so das Ergebnis einer Studie des Onlineautomarkts AutoScout24 in Zusammenarbeit mit der GfK
54 Prozent der Deutschen schätzt die persönliche Beratung im Autohaus, während 48 Prozent auch der Ansicht sind, „dass Autohäuser künftig ergänzend stärker interaktive Informationsmedien im Web anbieten“ sollten, so das Ergebnis einer Studie des Onlineautomarkts AutoScout24 in Zusammenarbeit mit der GfK

Die Art und Weise, wie Autos gekauft und verkauft werden, hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt: Zum Beispiel starten inzwischen die wenigsten Verbraucher ihre Suche nach einem geeigneten Wagen, indem sie durch die Fahrzeugreihen eines Händlers schlendern. Vor allem bei Gebrauchtwagen findet die Kaufanbahnung mittlerweile weitestgehend im Internet statt. In den nächsten Jahren wird die Bedeutung digitaler Medien und Plattformen beim Autokauf in Europa weiter zunehmen. Autokäufer erhoffen sich so mehr Informationen, um die beste Entscheidung treffen zu können. Aber auf den Händler vor Ort wollen die meisten Verbraucher auch nicht verzichten, denn sie schätzen seine Beratung. Das zeigt eine repräsentative Studie des Onlineautomarkts AutoScout24 in sieben europäischen Ländern. Im Rahmen der Studie „Unser Auto von morgen 2015“ wurden insgesamt 8.811 Europäer in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) befragt.

Etwas mehr als die Hälfte der Europäer (54 Prozent) schätzt die persönliche Beratung im Autohaus (Deutschland: ebenfalls 54 Prozent). 56 Prozent der Befragten wünschen sich jedoch, dass Autohäuser künftig ergänzend stärker interaktive Informationsmedien im Web anbieten. Dieser Wunsch ist bei den Spaniern mit 72 Prozent Zustimmung um einiges stärker ausgeprägt als bei den Deutschen (48 Prozent). Interaktive Informationsmedien sollen nach Meinung von 55 Prozent der Europäer auch im Autohaus selbst eingesetzt werden (Deutschland: 51 Prozent), um das Fahrzeug in der gewünschten Konfiguration zu zeigen – zum Beispiel durch Hologramme oder Projektionen.

„Um im Rennen zu bleiben, müssen die Händler nachrüsten“, empfiehlt Stephan Spaete, Senior Vice President Sales & Operations bei AutoScout24. „In Zukunft erwarten viele Kunden im Schauraum nicht nur ausgewählte Ausstellungsstücke, sondern auch interaktive Darstellungen des Angebots in den verschiedensten Variationen, damit sie ihr Wunschfahrzeug finden.“

Statt auf Beratung auf Unterhaltung zu setzen, scheint dagegen ein weniger erfolgversprechender Ansatz zu sein. So sagen nur 22 Prozent der befragten Europäer, das Autohaus der Zukunft solle eine „Event Location“ sein (Deutschland: 15 Prozent). Im Autohaus Freunde zu treffen, kulinarisch verwöhnt zu werden und an Partys teilzunehmen entspricht also nur der Vorstellung von wenigen.

Zwar kann sich nur rund ein Drittel der Europäer (36 Prozent) vorstellen, das Auto ausschließlich in einem rein virtuellen Schauraum des Händlers im Internet zu bestellen (Deutschland: 29 Prozent) oder gar nur einen Konfigurator zu nutzen (Europa: 39 Prozent, Deutschland: 37 Prozent). Aber es ist auch absehbar, dass Händler, die ihren Service nicht ausbauen, es in Zukunft schwer haben werden. Dieser Ansicht sind auch 55 Prozent der Deutschen (Europa: 57 Prozent). Sie glauben, dass Autos in 25 Jahren vorwiegend über Onlineplattformen gehandelt werden – Neuwagen und Gebrauchte gleichermaßen.

„Auch online wünschen sich die Verbraucher Beratung, beziehungsweise Orientierung, wie durch Bewertungen oder Testberichte. Fundierte und unabhängige Informationen helfen Autokäufern das Fahrzeug, seinen Zustand und seinen Preis einzuschätzen und die beste Entscheidung zu treffen“, erklärt Christian Bubenheim, Senior Vice President Marketing & Product bei AutoScout24. ab

 

 

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Kategorie: Markt

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