Michelin trägt zur Beschäftigungssicherung in Behindertenwerkstätten bei

Mittwoch, 10. Dezember 2014 | 0 Kommentare
 
Jochen Guse (Schwerbehindertenvertreter bei Michelin, li.) erläutert Dr. Klaus Doch (kaufmännischer Geschäftsführer der Diakonie Werkstätten, 3. v. re.) und seinen Mitarbeitern die Herausforderungen in der Reifenendprüfung
Jochen Guse (Schwerbehindertenvertreter bei Michelin, li.) erläutert Dr. Klaus Doch (kaufmännischer Geschäftsführer der Diakonie Werkstätten, 3. v. re.) und seinen Mitarbeitern die Herausforderungen in der Reifenendprüfung

Zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diakonie Werkstätten „kreuznacher diakonie“ sind zu einer Werkbesichtigung in das Michelin-Reifenwerk Bad Kreuznach gekommen. Als Arbeitspädagogen betreuen sie Menschen mit Behinderungen, welche auch Aufträge von Michelin abwickeln. Für sie war es eine Gelegenheit, einen ihrer größten Kunden persönlich noch besser kennenzulernen.

„Als verantwortungsvolles Unternehmen freuen wir uns über die guten Beziehungen zu den Diakonie Werkstätten“, betont Personalleiter Peter Kubitscheck. „Mit unseren Aufträgen können wir dazu beitragen, Menschen eine sinnvolle Beschäftigung zu sichern, die auf dem freien Arbeitsmarkt kaum eine Chance hätten.“

„Der komplexe Prozess der Reifenherstellung hat uns sehr beeindruckt“, erklärt Dr. Klaus Doch, kaufmännischer Geschäftsführer im Betrieb 1 der Diakonie Werkstätten. „Ich habe mir nicht vorstellen können, wie viele Schritte nötig sind, um Reifen mit hohen Qualitätsansprüchen zu fertigen. Und wie viele Hightech-Anlagen in den Werkhallen stehen, an denen man fast täglich vorbeifährt.“

Michelin lässt bei den Diakonie Werkstätten nicht nur einen Großteil seiner lokalen Druckerzeugnisse wie Visitenkarten, Schichtkalender, Gesundheits- und Sicherheitsflyer fertigen, sondern auch Ladungssicherungen aus Holz montieren. Ein Sonderauftrag im Frühjahr des Jahres hatte den Beschäftigten besonders viel Freude bereitet: Schmale Gummibänder mit Textilfäden, ein Reifenvorprodukt, mussten von großen Rollen abgerollt und in Containern zur Abholung entsorgt werden. „Unsere Mitarbeiter hatten viel Spaß dabei“, schmunzelt Dr. Doch. „Die Rolle wurde am Boden fixiert und Mitarbeiter mit Rollstühlen sind zum Abrollen immer darum herumgefahren. Es war auch für uns ein Glücksfall, denn wir haben nicht oft solche einfachen Montagearbeiten anzubieten.“ Jochen Guse, Schwerbehindertenvertrauensmann bei Michelin, bestätigt: „Ich erlebe immer wieder, wie stolz die Menschen auf ihre Arbeit sind. In meinen Augen sind so genannte „Menschen mit Behinderung“ in erster Linie Menschen, und in den Diakonie Werkstätten wird dem Rechnung getragen.“ dv

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Kategorie: Markt

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