VDA-Präsident Wissmann: Lage ist besser als Stimmung

Mittwoch, 3. Dezember 2014 | 1 Kommentar
 
VDA-Präsident Matthias Wissmann: „Das Automobiljahr 2014 ist keine Sonate in d-Moll“
VDA-Präsident Matthias Wissmann: „Das Automobiljahr 2014 ist keine Sonate in d-Moll“

Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) Matthias Wissmann hat sich zurück- und vorausschauend zur Lage der deutschen Automobilbranche geäußert. Das Automobiljahr 2014 sei zwar geprägt durch erhebliche Unsicherheiten und geopolitische Konflikte. Aber die Lage sei besser als die Stimmung. Und die Automobilkonjunktur bleibe auch 2015 auf Wachstumskurs.

Für den Pkw-Weltmarkt erwartet Wissmann in diesem Jahr ein Plus von zwei Prozent auf 74,7 Mio. Neuwagen. Von großer Bedeutung für die deutschen Unternehmen ist dabei natürlich die Entwicklung des westeuropäischen Marktes, in dem die hiesigen Automobilhersteller einen Marktanteil von etwa 50 Prozent haben. Westeuropa legt 2014 – erstmals nach vier Jahren Rückgang – wieder zu: um gut vier Prozent auf über zwölf Mio. Pkw, die neuen EU-Länder wachsen sogar um zwölf Prozent.

Der deutsche Pkw-Markt wird nach VDA-Erwartung 2014 die 3-Millionen-Marke leicht überschreiten. Gegenüber dem Vorjahr wäre das ein leichtes Plus von rund zwei Prozent. Zuversichtlich stimmt, dass der inländische Auftragseingang bis November um fünf Prozent zugelegt hat. Die Pkw-Produktion an den deutschen Standorten wächst 2014 um zwei Prozent auf über 5,5 Mio. Neufahrzeuge, die Auslandsproduktion um sechs Prozent auf knapp 9,2 Mio. Autos. Insgesamt wird damit die Pkw-Weltproduktion der deutschen Konzernmarken um vier Prozent auf 14,7 Mio. Einheiten zulegen. Der Export erreicht im Gesamtjahr ein Volumen von gut 4,3 Mio. Einheiten (+3 Prozent).

Was kommt aber 2015? Der Pkw-Weltmarkt wächst nach den Prognosen des VDA 2015 erneut um zwei Prozent auf 76,4 Mio. Einheiten. Allerdings werde die bisher hohe Drehzahl auf wichtigen Märkten etwas zurückgenommen. Westeuropa komme auch voran, allerdings mit geringerer Dynamik. Wissmann: „Wir rechnen mit einem Plus von zwei Prozent auf rund 12,2 Mio. Einheiten.“

Die Pkw-Inlandsproduktion werde 2015 erneut um zwei Prozent auf 5,65 Mio. Einheiten steigen, die Auslandsproduktion der deutschen Konzernmarken um sogar fünf Prozent auf 9,6 Mio. Neuwagen zulegen. Insgesamt dürfte die deutsche Automobilindustrie damit weltweit 15,25 Mio. Pkw produzieren (+4 Prozent). Beim Export wird 2015 ein leichtes Wachstum (+2 Prozent) auf 4,4 Mio. Einheiten erwartet. Die Beschäftigung am Standort Deutschland – die Stammbelegschaften sind in diesem Jahr um 23.400 auf 784.200 Mitarbeiter gestiegen – bleibe stabil. dv

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Kategorie: Markt

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