PPP – Plädoyer pro Premium(winter)reifen

Donnerstag, 6. November 2014 | 0 Kommentare
 
Reifen, die ein Mehr an Grip bieten, können Unfallforschern zufolge die Folgen eines Crashs abmildern, weil ein Fahrzeug mit „schlechten“ Reifen (oben) beim Bremsen weniger verzögert und daher mit höherer Geschwindigkeit auf ein Hindernis prallt als das gleiche Fahrzeug unter sonst identischen Bedingungen, aber mit „guten“ Reifen (unten)
Reifen, die ein Mehr an Grip bieten, können Unfallforschern zufolge die Folgen eines Crashs abmildern, weil ein Fahrzeug mit „schlechten“ Reifen (oben) beim Bremsen weniger verzögert und daher mit höherer Geschwindigkeit auf ein Hindernis prallt als das gleiche Fahrzeug unter sonst identischen Bedingungen, aber mit „guten“ Reifen (unten)

Sie mögen zwar im Wettbewerb untereinander stehen, doch in einem Punkt sind sich die Großen der Reifenbranche einig: Unternehmen wie Bridgestone, Conti oder Goodyear Dunlop reden unisono Premiumreifen das Wort. Argumentiert wird dabei meist mit dem Thema Fahrsicherheit. „Reifen sind das einzige Sicherheitssystem, das tatsächlich die Straße berührt und dies auf einer Fläche von jeweils nur einer Postkarte. Sie haben vielleicht ein Fahrzeug, ausgestattet mit den neuesten Sicherheitssystemen, aber ohne Premiumreifen und entsprechender Wartung, sind Sie nicht sicher unterwegs“, erklärt beispielsweise Laurent Dartoux, Senior Vice President Sales & Marketing bei Bridgestone Europe, warum aus Sicht des Unternehmens der Wahl des „richtigen“ Reifens eine hohe Bedeutung zukommt, und das auch und gerade im Winter. Das heißt Continental zufolge im Umkehrschluss jedoch nicht, dass eine möglichst gute Bereifung bei Fahrzeugen ohne Assistenzsysteme wie etwa ESP weniger wichtig wäre. Eher das Gegenteil sei der Fall, sagt Dr. Burkhard Wies, Leiter Reifenlinienentwicklung bei dem deutschen Konzern. „Premiumwinterreifen sind gerade an Fahrzeugen ohne Assistenzsysteme ein Muss“, meint er.

„Sie liefern hohen Grip beim Anfahren und Bremsen sowie präzise Seitenführung in Kurven. Gerade in Gefahrensituationen bieten sie das nötige Stückchen Sicherheit mehr“, fügt er hinzu. Wie wichtig das sein kann, verdeutlichten Peter Schimmelpfennig von der Crashtest-Service.com GmbH und Thomas Salzinger, Leiter Fahrversuch Reifen beim TÜV Süd, beim jüngsten Goodyear-Dunlop-Winterreifenworkshop. Dabei wurden nicht allein Daten zur Nässebremsleistung von Winterreifen unterschiedlicher Reifenlabelklassen präsentiert, sondern auch ganz anschaulich gezeigt, welche Auswirkungen das Ganze in der Praxis bei einem nicht ungewöhnlichen Unfallszenario (Pkw fährt auf Lkw auf) haben kann. Runde sechs Meter Bremswegdifferenz zwischen einem Reifenmodell, das bezüglich seiner Nasshaftung genau mittig in die „C“-Klasse fällt, und einem Winterreifen, der diesbezüglich gerade noch in die nächstschlechtere „E“-Klasse (die „D“ ist nicht belegt) fällt, sind auch auf dem Papier schon relativ viel. Doch wenn man sich die entsprechend resultierenden Schadensbilder an den beiden Fahrzeugen vor Augen hält, wird das Plädoyer für Premiumreifen umso nachvollziehbarer. christian.marx@reifenpresse.de

Hinweis: Mehr dazu lesen Sie in der Dezember-Ausgabe der NEUE REIFENZEITUNG.

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Kategorie: Markt, Produkte

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