Beim Winterreifenkauf zu sparen, kann laut DVR mitunter teuer werden

Montag, 20. Oktober 2014 | 0 Kommentare
 
„Billigimportreifen“ sieht der DVR nicht als Alternative zu Qualitätsreifen, weil Autofahrer unter Umständen „den niedrigen Preis im Ernstfall teuer bezahlen“ müssten: Während ein Fahrzeug mit Markenreifen bei einer Vollbremsung aus 80 km/h bereits nach 30 Metern zum Stehen kommt, soll es mit „Billigimportreifen“ an diesem Punkt noch 24 km/h Restgeschwindigkeit haben und erst drei Fahrzeuglängen (13 Meter) weiter zum Stehen kommen – dies könne entscheidend sein, ob es zu einem Unfall kommt oder nicht, heißt es
„Billigimportreifen“ sieht der DVR nicht als Alternative zu Qualitätsreifen, weil Autofahrer unter Umständen „den niedrigen Preis im Ernstfall teuer bezahlen“ müssten: Während ein Fahrzeug mit Markenreifen bei einer Vollbremsung aus 80 km/h bereits nach 30 Metern zum Stehen kommt, soll es mit „Billigimportreifen“ an diesem Punkt noch 24 km/h Restgeschwindigkeit haben und erst drei Fahrzeuglängen (13 Meter) weiter zum Stehen kommen – dies könne entscheidend sein, ob es zu einem Unfall kommt oder nicht, heißt es
Die „Initiative Reifenqualität“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner empfiehlt Autofahrern trotz allen Kostendrucks, auf „gute Winterreifen im Winter und Sommerreifen im Sommer“ zu setzen und dabei keine Kompromisse einzugehen. Das soll einerseits heißen, dass von der Verwendung von Ganzjahresreifen abgeraten wird. Andererseits – so der DVR weiter – sei es nicht ratsam, durch den Kauf besonders preiswerter Winterreifen sparen zu wollen. In diesem Zusammenhang wird auf die Ergebnisse des diesjährigen Tests sogenannter „Billigreifen“ durch die Gesellschaft für Technische Überwachung mbH (GTÜ) verwiesen, die Rainer de Biasi als Geschäftsführer der Organisation als „verheerend“ bezeichnet. Als Nachteil von Ganzjahresreifen anstelle einer saisonalen Umrüstung sieht der DVR es an, dass sie die Eigenschaften von Sommer- und Winterreifen nach Möglichkeit auf sich vereinen müssen. Deshalb wiesen sie in der Laufflächenmitte zwar Lamellen wie Winterreifen auf, das Profil ähnele im Flankenbereich für eine bessere Wasserverdrängung aber eher dem eines Sommerreifen, während die Mischung wiederum ähnlich weich wie die eines Winterreifens sei, um eine möglichst gute Verzahnung auf schlüpfrigen Fahrbahnen zu erreichen. „Das führt dazu, dass sich Ganzjahresreifen bei höheren Temperaturen im Sommer schnell abfahren und die vermeintliche Ersparnis beim Kauf von Ganzjahresreifen aufgrund der verringerten Laufleistung nicht zum Tragen kommt. Darüber hinaus ist der Kraftstoffverbrauch mit Ganzjahresreifen in der Regel deutlich höher als mit Winter- bzw. Sommerreifen“, heißt es. „Unter dem Strich betrachtet sind Ganzjahresreifen nur ein Kompromiss und kommen an die Leistungen der Sommer- und Winterspezialisten nicht ran“, lautet daher das Fazit des DVR. cm

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kategorie: Markt, Produkte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *