Vergleichstest von 16, 17 und 18 Zoll bei ams

Donnerstag, 21. August 2014 | 0 Kommentare
 

auto motor und sport hat 16-, 17- und 18-Zoll-Räder mit einem frontgetriebenen Audi A3 Sportback und einer heckgetriebenen C-Klasse von Mercedes unter jeweils gleichen Bedingungen auf trockener, nasser Fahrbahn und bei Kurvenfahrt getestet und stellt die Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe vor. Gemessen wurden Abrollgeräusch, Rollwiderstand, Bremsweg und Handling. Wie zu erwarten schlagen sich schmalere Reifen bei Aquaplaning besser als breite Schluffen, die ihre Überlegenheit auf trockener Fahrbahn ausspielen. Insgesamt zeigten die 17-Zoll-Reifen bei beiden Modellen aber das bessere Fahrverhalten.

Beim Audi steht die Basisversion auf 205/55 91V mit Stahlrädern in 16 Zoll. In den beiden größeren Ausführungen haben die Tester das „Cliff“ der Alurädermarke AEZ genutzt: zum einen in 17 Zoll mit 225/45 91Y, zum anderen in 18 Zoll mit 225/40 92Y. Beim Mercedes steht die Basisversion auf 205/60 92H ebenfalls mit Stahlrädern in 16 Zoll. In den beiden größeren Ausführungen haben die Tester das „Zenit“ der Alurädermarke Autec genutzt: zum einen in 17 Zoll mit 225/50 98Y, zum anderen in 18 Zoll mit 245/45 91Y vorne und 245/40 93Y hinten. Als 16-Zoll-Serienbereifung diente der bewährte PremiumContact 5 von Continental, in 17 und 18 Zoll der nicht minder anerkannte SportContact 5.

Die Tester bemängeln, dass die 16-Zöller gegenüber den breiteren 17-Zoll-Reifen doch erheblich beim Bremsweg, der aus Tempo 80 rund drei Meter länger ist, schwächeln. Auch ist die Seitenführung in den Kurven schlechter. Die Vorteile von mehr Grip, mehr Lenkpräzision und größerer Sicherheit beim Bremsen erkaufen die 17-Zöller aber überraschenderweise nicht durch Schwächen beim Aquaplaning. So ist die Aufschwimmgeschwindigkeit der 17-Zöller beim A3 sogar leicht besser als bei den schmaleren Reifen, beim Mercedes schwimmen die 17-Zöller 1,3 km/h früher auf.

Die größte Überraschung im Test ist, dass 18-Zoll-Reifen kaum Vorteile beim Handling bieten. Auf beiden Testautos ließen sich mit Breitreifen kaum bessere Rundenzeiten herausfahren. Zwar wird das Einlenken spürbar präziser, dafür aber der Grenzbereich schmaler. Der 18-Zoll-bereifte Audi leistet sich mit Trockenbremswerten auf dem niedrigen Niveau der 16-Zoll-Variante sogar einen Ausrutscher. dv

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Kategorie: Produkte

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