Schrader wird schon wieder weitergereicht

Montag, 18. August 2014 | 0 Kommentare
 

Erst vor gut zwei Jahren hatte die Chicagoer Private-Equity-Gesellschaft Madison Dearborn Partners L.L.C. die Schrader International – Hersteller von Reifendruckkontrollsystemen, Ventilen, Werkzeugen und Zubehör für die Erstausrüstung und den Ersatzmarkt – von der in den Niederlanden ansässigen Pinafore Holdings B.V. (vormals Tomkins plc) für 505 Millionen Dollar gekauft. Der jetzt von Bloomberg genannte Weiterverkaufspreis an die Sensata Technologies Holding ist mit einer Milliarde US-$ fast doppelt so hoch, sodass sich das Investment für Madison Dearborn schnell gelohnt hat.

Während der Erwerb durch eine Investmentgesellschaft gemeinhin auf schnellen Profit ausgerichtet ist, bekommt Schrader jetzt eine Muttergesellschaft, bei der eine industrielle Logik sichtbar ist, denn als Spin-off von Texas Instruments (erfolgte 2010) ist Sensata im Sensormarkt bereits etabliert und hat erst vor wenigen Wochen den Kauf des Sensorherstellers für Großmaschinen DeltaTech Controls publiziert. Der Schrader-Kauf soll im vierten Quartal über die Bühne gehen.

Die Schrader-Zentrale befindet sich in Denver (Colorado/USA). Verkaufs- und Engineeringdependancen sind in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Deutschland, China, Japan und Südkorea. Produktionsstätten hat der Pionier im Bereich Reifendruckkontrollsysteme in den Vereinigten Staaten, Nordirland, Frankreich, Brasilien und China. Schrader beschäftigt aktuell etwa 2.500 Menschen weltweit, darunter sind 300 Ingenieure. Für das Jahr 2014 wird ein Schrader-Umsatz von 550 Millionen US-Dollar prognostiziert, der globale Jahresumsatz mit RDKS soll bereits in recht kurzer Zeit zwei Milliarden Dollar überschreiten, heißt es von Seiten Sensatas. Der Marktanteil direkt messender Reifendruckkontrollsysteme in den globalen Märkten Nordamerika, Europa und Asien wird vom Unternehmen auf mehr als 50 Prozent beziffert. dv

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Kategorie: Markt

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