„Wie geschmiert“ – GTÜ und ACE testen Motoröle und widerlegen Verdacht

Donnerstag, 10. Juli 2014 | 0 Kommentare
 
GTÜ und ACE haben mehrere Motoröle getestet und widerlegen damit den gehegten Verdacht: billig ist automatisch schlecht
GTÜ und ACE haben mehrere Motoröle getestet und widerlegen damit den gehegten Verdacht: billig ist automatisch schlecht

Motoröl ist teuer, bis zu 30 Euro pro Liter kostet der für das Triebwerk lebensnotwendige Schmierstoff. Ob es ohne Qualitätsverlust auch sehr viel günstiger geht, das wollte die GTÜ wissen und hat zusammen mit dem ACE zwölf handelsübliche Motoröle mit einem Literpreis von 8,99 bis 26,75 Euro unter die Lupe genommen. Fazit: „Der Verdacht, preisgünstige Motoröle seien nur halb so gut wie teure Markenöle, ist unbegründet“, so die GTÜ-Experten. Den Testsieg mit der Bewertung „sehr empfehlenswert“ teilen sich gleich zwei Produkte ohne Herstellerbindung: das GSL Leichtlauföl der Handelskette Real (13,99 Euro/Liter) und das Cartechnic Motorenöl Muli (12,50 Euro/Liter). Ebenfalls mit „sehr empfehlenswert“ schnitten die Motorenöle DBV Longlife (11,90 Euro/Liter) und High Performer Longlife 3 (12,80 Euro/Liter) ab. Teure Markenöle mit Literpreisen von weit über 20 Euro, wie beispielsweise die von Shell, Mercedes und VW, erreichten im GTÜ-Urteil lediglich ein „empfehlenswert“ bzw. „bedingt empfehlenswert“.

 button_pdf_12px-jpg  Die Übersicht der Testergebnisse finden Sie hier.

Nicht jedes Auto verträgt jedes Öl. Die GTÜ rät daher, grundsätzlich den Empfehlungen der Hersteller zu folgen, die zum Teil für ihre Fahrzeuge auch eigene Normen und Freigaben entwickelt haben. Diese Angaben finden sich in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs. Da sich die Vorgaben der deutschen Hersteller relativ stark ähneln, erfüllen viele hochwertige Öle sogar mehrere Freigaben von BMW, VW, Mercedes, Opel oder auch Porsche gleichzeitig. An die vorgegebene Sorte sollte man sich bei noch jungen Autos unbedingt halten. Wichtig ist dabei, dass die Freigabe auch wirklich erteilt wurde und dies zweifelsfrei aus dem Etikett hervorgeht. Denn im Schadensfall kann eine Ölanalyse die Verwendung eines anderen Öls nachweisen, Garantieansprüche wären somit hinfällig. Vorsicht geboten ist beispielsweise bei Ölen, die auf dem Etikett eine täuschende Formulierung tragen wie „Qualitativ gleichwertig nach EU-Recht gemäß…“ Das, so die GTÜ, ist keine Garantie für gleichbleibende Qualität, selbst wenn das Produkt im Test den Anforderungen vollauf genügte. ab

 

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Kategorie: Werkstatt

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