Pirelli trennt sich von seinen Stahlcordaktivitäten

Freitag, 28. Februar 2014 | 1 Kommentar
 

Nachdem eine entsprechende Meldung Ende vergangenen Jahres bereits die Runde gemacht hatte, ist es jetzt gewissermaßen „amtlich“:  Für rund 255 Millionen Euro veräußert Pirelli & C. SpA seine Stahlcordaktivitäten zu 100 Prozent an Bekaert, um sich – wie der Konzern mitteilt – auf sein Kerngeschäft Reifen bzw. die in diesem Zusammenhang verfolgte „Premiumstrategie“ zu konzentrieren. Da man freilich weiterhin Stahlcord für die eigenen Produkte benötigt, ist man mit Bekaert gleichzeitig ein langfristiges Lieferabkommen eingegangen. Auch werde man zukünftig eng in Sachen Produktentwicklung bzw. -weiterentwicklung zusammenarbeiten, heißt es darüber hinaus. Nicht zuletzt soll damit unter Berücksichtigung der jeweiligen Wachstums- und Entwicklungsziele beider Unternehmensgruppen ein reibungsloser Übergang hin zu dieser neuen Konstellation ermöglicht werden, wobei all dies außerdem als Basis für eine schrittweise Öffnung für den Gesamtmarkt gesehen wird. Den Abschluss der Transaktion, die sich auf alle fünf Pirelli-Stahlcordproduktionseinheiten in Italien, der Türkei, Rumänien, China und Brasilien bezieht und bei der die Italiener von HSBC und Banca IMI beraten wurden, erwartet man nach Vorliegen sämtlicher behördlicher/wettbewerbsrechtlicher Genehmigungen für die zweite Jahreshälfte. Der Reifenhersteller betont in diesem Zusammenhang, dass der Erlös sowie sonstige finanzielle Auswirkungen des Verkaufes im jüngsten, im November vergangenen Jahres vorgestellten Industrieplan des Konzerns noch nicht berücksichtigt sind. cm

 

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Kategorie: Markt

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