ATU ist verkauft – Investor Centerbridge Partners übernimmt Anteile

Donnerstag, 5. Dezember 2013 | 1 Kommentar
 
Hans-Norbert Topp freut sich "außerordentlich" darüber, dass ATU jetzt einen neuen Haupteigentümer hat, dies schafft endlich wieder einen operativen Handlungsspielraum, den man in Weiden jahrelang nicht kannte - ATU hat nach abgeschlossener Restrukturierung 'nur' noch rund 150 Millionen Euro Schulden
Hans-Norbert Topp freut sich "außerordentlich" darüber, dass ATU jetzt einen neuen Haupteigentümer hat, dies schafft endlich wieder einen operativen Handlungsspielraum, den man in Weiden jahrelang nicht kannte - ATU hat nach abgeschlossener Restrukturierung 'nur' noch rund 150 Millionen Euro Schulden
Kohlberg Kravis Roberts (KKR) verkauft die Werkstatt- und Fachmarktkette ATU an Centerbridge Partners LP, dem größten Anleihegläubiger. Diesem und anderen Gläubigern hatte KKR den Umtausch ihrer Forderungen in Höhe von mehr als 600 Millionen Euro in Firmenanteile angeboten. Wie es dazu heißt, bleiben KKR am Ende des nun verbindlich vereinbarten Restrukturierungsprozesses nur noch drei Prozent des 2006 für 1,45 Milliarden Euro gekauften deutschen Unternehmens. Centerbridge und die Private-Equity-Sparte von Goldman Sachs hatten sich über die Jahre günstig in die Schulden der Werkstatt- und Fachmarktkette eingekauft und erhalten nun – im Vergleich zum ursprünglichen Kaufpreis, den KKR gezahlt hatte – vergleichsweise günstig die Kontrolle über ATU. Durch den Eigentümerwechsel steht ATUs Finanzierung wieder auf sichererem Boden, sinkt die Schuldenlast doch auf rund 150 Millionen Euro. Ein offensichtlich erleichterter Hans-Norbert Topp, Vorsitzender der Geschäftsführung von ATU, freue sich „außerordentlich“ über die jetzt stattfindende „finanzielle Umstrukturierung“, die sich bereits vor einigen Wochen ankündigte, eröffne sie doch endlich wieder Möglichkeiten, das operative Geschäft zielgerichtet voranzutreiben – unbeeinträchtigt von zuletzt überbordenden finanziellen Verpflichtungen.

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Kategorie: Markt, Werkstatt

Kommentare (1)

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  1. Werner sagt:

    Die Werkstattkette ATU hat stark zu kämpfen. Die Existenz des Unternehmens ist gefährdet. Ich verfolge dieses Thema schon seit einiger Zeit und finde es sehr interessant. Bei Finance Magazin finde ich oft sehr gute und aktuelle Artikel. Hier der Link, falls jemand Interesse hat: http://www.finance-magazin.de/themen/atu/
    Sehr häufig liest man im Internet, dass die Kundschaft mit ATU sehr unzufrieden ist. Es muss als sehr viel am Kundenservice gearbeitet werden. Sonst hat das Unternehmen, meiner Meinung nach, keine Zukunft.

    Gruß

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