Britischer Verkehrsminister zeigt „Unverständnis“ für Winterreifen

Dienstag, 7. Dezember 2010 | 0 Kommentare
 

Die Reifenbranche in Großbritannien blickt seit Jahren mit Neid auf die Verhältnisse in Deutschland und anderen zentral- und nordeuropäische Märkten. Während hierzulande nur ein geringer Teil der Autofahrer ohne einen zweiten Satz Reifen auskommt, entwickelt sich der Markt für Winterreifen in Großbritannien trotz aller Bemühungen der verschiedenen Interessensgruppen nur sehr schleppend, um es positiv auszudrücken. Befragt nach dem Anteil an Winterreifen auf dem britischen Ersatzmarkt bekommt man in der Regel die Antwort: “Weniger als ein Prozent.

” Inwieweit sich dies in der laufenden Saison ändern wird, ist derzeit nur schwer abzuschätzen; offenbar leidet auch der britische Reifenmarkt unter Verfügbarkeitsprobleme. Und nun tritt auch noch ein politisches Problem für die britischen Advokaten von Winterreifen auf: Verkehrsminister Philip Hammond. In einer Rede im britischen Unterhaus in der vergangenen Woche verstieg sich der Minister zu der Aussage, Winterreifen würden bei “normalen Straßenverhältnissen sehr schnell abnutzen”, worin er einen wesentlichen Nachteil gegenüber Sommerreifen zu erkennen meint; außerdem seien “Winterreifen für britische Verhältnisse nicht adäquat”, so der Minister weiter vor den Abgeordneten.

Solche Aussagen riefen in Großbritannien promt eine Reihe an Reaktionen hervor. “Die Kommentare von Herrn Hammond zeigen ein völliges Unverständnis, was moderne Winterreifen betrifft. Diese sind die ideale Lösung für das Wetter, das wir aktuell erleben”, kommentierte etwa die Organisation TyreSafe die Einlassungen des Herrn Ministers und legte die ganze Reihe in Deutschland allseits bekannter Vorteile von Winterreifen in der kalten Jahreszeit vor.

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Kategorie: Markt, Produkte

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