Studie zu Winterreifenpreisen in Kfz-Werkstätten

Dienstag, 26. Oktober 2010 | 0 Kommentare
 
Studie zu Winterreifenpreisen in Kfz-Werkstätten
Studie zu Winterreifenpreisen in Kfz-Werkstätten

Die Unister GmbH hat als Betreiber des unter der Adresse www.auto.de zu erreichenden Onlineportals vor dem Hintergrund des derzeit laufenden Umrüstgeschäftes mittels einer Studie klären wollen, was der Reifenwechsel – gemeint ist Umstecken der Räder ohne Auswuchten – in Deutschland kostet.

Deswegen wurden innerhalb von sechs Wochen bei 733 Kfz-Werkstätten in 111 Städten und Gemeinden die entsprechenden Preise abgefragt. Das Unternehmen selbst sieht eigenen Worten zufolge einen Radwechselpreis von bis zu 20 Euro als akzeptabel an. Forderungen von Werkstätten, die über diesen Betrag für das Umstecken der Räder hinausgehen, entbehren nach seiner Ansicht letztlich einer betriebswirtschaftlich nachvollziehbaren Kalkulation.

Begründet wird dieser Standpunkt damit, dass Räder innerhalb von durchschnittlich 20 bis maximal 30 Minuten umgesteckt seien. Unter dem Auto.de-Limit von 20 Euro für das Umstecken von Rädern blieben bei der Untersuchung alles in allem etwa zwei Drittel der abgefragten Werkstätten: Sechs Prozent der Betriebe berechneten demnach bis zu zehn Euro, zwischen zehn und 15 Euro verlangten 23 Prozent und 38 Prozent der Werkstätten kassieren 15 bis 20 Euro.

Demgegenüber wurde festgestellt, dass in rund einem Drittel der Fälle Preise über 20 Euro zu zahlen sind, 15 Prozent der Werkstätten berechnen der Erhebung zufolge sogar über 25 Euro. “Das ist endgültig die Grenze, wo auto.de sagt: Hier zocken die Kfz-Werkstätten ihre Kunden ab.

Hierunter fällt jede sechste Werkstatt”, so die Studienautoren. Ähnlich sieht es mit der Reifeneinlagerung aus, wobei man hier Preise von bis zu 25 Euro für ein halbes Jahr für okay hält und alles, was über 30 Euro hinaus geht, als Abzocke ansieht. “Mit der Einlagerung verdienen die Werkstätten richtig Geld.

Wenn allein nur 50 Kunden ihre 200 Reifen vor Ort einlagern lassen, würde beispielsweise eine Kölner Werkstatt mit Einlagerungskosten von 69 Euro, bis zum Frühjahr fast 3.500 Euro fürs Nichtstun verdienen”, meint Auto.de-Manager Thomas Kuwatsch.

Über 30 Euro für die Reifenlagerung verlangen laut der Studie 31 Prozent aller Werkstätten – also fast jede dritte. Als “besonders dreist” wird empfunden, dass 13 Prozent der Betriebe ihren Kunden sogar über 40 Euro für die Reifenlagerung pro Halbjahr berechnen. Als Extrembeispiele werden in diesem Zusammenhang zwei Betriebe in Köln und Leverkusen erwähnt, wo Autofahrer “närrische” 69 Euro Einlagerungsgebühr zahlen müssen.

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Kategorie: Markt, Werkstatt

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