Montupet ist sein defizitäres Rädergeschäft endlich los

Freitag, 19. Februar 2010 | 0 Kommentare
 

Vor Jahren waren Gespräche zwischen verschiedenen Räderherstellern (bekannt wurden Borbet, Ronal, Punch und CMS) und dem französischen Automobilzulieferer Montupet SA (Chichy bei Paris) gescheitert, der bereits den Ausstieg aus diesem für ihn defizitären Bereich eingeleitet hätte. Am 1. Oktober 2008 hatten die Franzosen dann offiziell verkündet, den Bereich Aluminiumgussräder veräußern zu wollen.

Das Problem: Diese Geschäftseinheit nimmt im Werk Châteauroux (840 Mitarbeiter) etwa die Hälfte ein und lässt sich nicht so ohne Weiteres ausgliedern. Jetzt hat Montupet offensichtlich mit der Abspaltung als F2R (Française de Roues) einen gangbaren Weg gefunden und gibt die Räderproduktion zu einem nicht genannten Preis an den indischen Konzern Deltronic Industries an, der eher für Telekommunikationsmaterialien (Kabel) bekannt ist und für dessen Interesse am Rädergeschäft keine Beweggründe erkennbar sind. Das Rädergeschäft bei Montupet, das sehr auf die beiden französischen Automobilkonzerne Renault und PSA und damit fast völlig auf die Erstausrüstung fokussiert ist, ist seit Jahren defizitär und konnte auch durch Schließung der Produktion zum Jahreswechsel 2006/2007 nicht auf einen guten Weg gebracht werden.

Im Konzern nahm der Bereich Aluminiumgussräder mit in 2009 knapp 1,4 Millionen produzierten Einheiten (im Vergleich zu drei Millionen Stück im Jahre 2004) nur noch einen Anteil von 16 Prozent am Umsatz ein, im Werk Châteauroux von ca. 50 Prozent..

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Kategorie: Markt, Tuning

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