Winterliche Lebenswahrheiten statt Sieben-Grad-Lüge

Dienstag, 15. November 2005 | 0 Kommentare
 

In der deutschen Reifenbranche wird teilweise mit Unverständnis die Berichterstattung des Spiegel zur Kenntnis genommen, wonach Reifenherstellern unter der Überschrift „Eiskalter Schwindel“ (17. Oktober) Betrug am Endverbraucher vorgeworfen wird. Die Argumentation des Autors: Winterreifen seien eben nicht generell unterhalb von sieben Grad leistungsfähiger als Sommerreifen, gerade auf trockener Fahrbahn nicht, und die Industrie belüge diesbezüglich die Autofahrer, um ein vermeintliches „Milliardengeschäft im Dienst der Sicherheit“ zu machen („Sieben-Grad-Lüge“ nennt dies der Spiegel).

Dabei tritt der Autor vorwiegend zu einer Beweisführung auf trockener Fahrbahn an, muss gleichzeitig aber selber zugeben, dass aus dem Hause Michelin gründlich dokumentierte Testergebnisse zum Bremsen auf nasser Fahrbahn unter sieben Grad vorliegen; auch Continental kommt zu solchen Ergebnissen, schreibt das ReifenMagazin als Reaktion auf den Bericht. Die Vorteile bei Eis und Schnee werden vom Autor gar nicht erst infrage gestellt. Mit diesem Thema befasst sich im Übrigen auch die neue Frage des Monats.

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Kategorie: Allgemein

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