Nach Dosen- jetzt auch Reifenpfand?

Donnerstag, 1. April 2004 | 0 Kommentare
 

Nach der Getränkeindustrie kommt nun offensichtlich auch auf die Reifenbranche ein Zwangspfand für Bereifungen zu. Um die Umweltbelastung durch wild entsorgte Altreifen zu verringern, hat das Umweltbundesamt (UBA) nach unseren Informationen schon Ende vergangenen Jahres eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die eine entsprechende Verordnung erarbeiten soll. Soweit bekannt, setzt man bei der Pfanderhebung auf eine „technisch anspruchsvolle Lösung“ auf Basis der RFID-Technologie (Radio Frequency Identification), sodass alle Markteilnehmer in absehbarer Zeit in entsprechende Kodier- bzw.

Lesegeräte investieren müssen. Damit nicht zu einem Missbrauch kommt, ist ein ausgefeiltes Rechtemanagement geplant, das festlegt, wer welche Daten der RFID-Chips lesen oder verändern darf. Auch die Höhe des fälligen Pfandes wird derzeit noch diskutiert, im Gespräch ist ein Betrag von rund fünf Euro pro Reifen – Endkunden müssten bei der kompletten Neubereifung ihres Autos daher 20 Euro mehr berappen.

Von den fünf Euro pro Reifen bekommen sie bei der Rückgabe ihrer alten Pneus dann aber drei Euro zurück, die Differenz von zwei Euro wird für die Entsorgung verwendet. Noch nicht genau festgelegt scheint die genaue Verfahrensweise bei der Pfanderhebung und -verwaltung zu sein, sodass ein Starttermin vor 2006 als nicht sehr wahrscheinlich gilt..

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Kategorie: Allgemein

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