VRG will fusionieren, zumindest aber kooperieren (Update)

Donnerstag, 29. August 2002 | 0 Kommentare
 

Theo Pecher, Geschäftsführer der Kooperation VRG, hat zu einer außerordentlichen Hauptversammlung am 10.09.2002 in Frankfurt eingeladen.

Auf der Tagesordnung steht das Thema Kooperation, die ggf. aber nach Meinung von Marktbeobachtern in eine Fusion einmünden könnte. Offensichtlich will die VRG, in welcher Form auch immer, eine intensive Zusammenarbeit mit point S/Reifen-Ring.

Dem Vernehmen nach tagt diese Kooperation am 10.09. ebenfalls im Marriott Hotel in Frankfurt.

Die VRG leidet mangels fehlender Flächendeckung darunter, mit den großen Leasinggesellschaften und Flotten praktisch nicht ins Geschäft kommen zu können. Auch das Autozubehörgeschäft steckt noch in den Anfängen. Möglicherweise könnte auch ein gemeinsamer Einkauf geplant sein.

Details sind bisher allerdings nicht bekannt geworden. Die VRG hatte früher schon mit der Kooperation Team verhandelt. Eine Fusion war buchstäblich in letzter Minute gescheitert.

In einem an die Gesellschafter der VRG gerichteten Einladungsschreiben (persönlich/vertraulich) meint Geschäftsführer Pecher, der Erfolg einer Kooperation im Reifenfachhandel sei maßgeblich abhängig von Qualität im Sinne von Leistungsfähigkeit sowie Quantität im Sinne von Größe, Volumen und Marktbedeutung. Ferner ist in einem äußerst abstrakt gefassten Schreiben die Rede von einem idealen Zeitpunkt für die VRG, neue Verbindungen einzugehen und ebenso beruft Pecher sich hierauf: Das "Zeitfenster, das hierfür zur Verfügung steht, das zeigt die Lebenserfahrung, ist eher knapp bemessen." Knapp bemessen ist jedenfalls der Diskussionsbeitrag.

Um 11.00 soll es beginnen, ende der Veranstaltung 15.00 Uhr.

Sofern die Einladung richtig interpretiert wird, soll sodann auch sofort entschieden werden. Mit dem Wechsel der Geschäftsführung von Klaus Heymann auf Heinz-Theo Pecher ist auch ein Wechsel des Führungsstils verbunden. Während Heymann es verstand, von ihm entwickelte Ideen auch ggf.

gegen den Willen einiger Beiräte durchzusetzen, scheint sich Heinz-Theo Pecher eher als reiner Sachverwalter zu betrachten, der einem ihm vom Beirat vorgegebenen Rahmen folgt. Die Kooperation point S/Reifen-Ring hingegen ist ohne ihren Geschäftsführer Heinz-Werner-Knörnschild kaum denkbar. Knörnschild hatte in der Vergangenheit viele Ideen entwickelt und umgesetzt und aus einer reinen Einkaufskooperation eine wirkliche Marketingkooperation machen können, die inzwischen europaweite Geltung erlangt hat.

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Kategorie: Allgemein

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